SCHRIFTEN

Markus von Hänsel-Hohenhausen schrieb sein erkenntnistheoretisches Hauptwerk auf dem Grad zwischen Philosophie und Theologie („Ich denke, also glaube ich – cogito ergo credo“, gefolgt von „Vom Elektron zur Heiligen Dreifaltigkeit“). Erläutert hat er seine Theorie von der Koordination von Wissen und Glauben dann am historischen Beispiel (über die Fürstin Gallitzin und ihren frühen Versuch, die Aufklärung mit dem Glauben, Wissenschaft und christliches Leben in Einklang zu bringen) und am Porträt. Das künstlerische Bildnis muß, wenn es wahr ist, nämlich eben diese geistkörperliche Dualität des Menschen zeigen und erweist die gelebte Einheit von Wissen und Glauben. In seinen Porträts will der Verfasser im Grunde zeigen, was der Mensch sein kann, wenn er aus dem Bewusstsein seiner geistgeprägten Körperlichkeit lebt.

Daneben sind Beiträge zur Geschichte der Katholischen Kirche veröffentlicht, wie seine in zwei Bänden erschienene Dissertation über das Verhältnis des Staates zur Kirche sowie frühe Arbeiten, die in den führenden literaturhistorischen, historischen und juristischen Zeitschriften erschienen sind (Heine-Jahrbuch, Historische Zeitschrift, Savigny-Zeitschrift für Rechtsgeschichte u.a.). Hänsel-Hohenhausen ist auch Enzyklopädieautor (z.B. RGG – Religion in Geschichte und Gegenwart) und hat nebenher Bibliographien vorgelegt, die, wie die Erfassung und Autopsie aller Freimaurer-Zeitschriften des 18. und 19. Jahrhunderts, der anonymen autobiographischen Schriften des 19. Jahrhunderts und der frühen Rezeption Oscar Wildes in Deutschland, heute als Grundlagenwerke gelten (letztere Bibliographie als Grundlage neuer Forschungen an der Universität von South Carolina, hier, Anm. 16).

In der Belletristik ist Markus von Hänsel-Hohenhausen nur vereinzelt als Herausgeber tätig gewesen, so für die bekannte Anthologie zum 250. Geburtstag Goethes (1999), an der sich zahlreiche Literaturpreisträger, Friedenspreisträger und Nobelpreisträger beteiligten: "Im Namen Goethes!" Beiträger waren u.a. Günter Grass, Ralph Giordano, Alfred Grosser, Iring Fetscher, Hilmar Hoffmann, Elisabeth Plessen, Joachim Sartorius, Albert von Schirnding, Friedrich Schorlemmer, Nicolaus Sombart (bibliogr. Nachweis hier, wissenschaftliche Einordnung des Werks, siehe hier).

Das in drei Schriften erschienene philosophische Hauptwerk über die Koordination von Wissen und Glauben

„Ich denke, also glaube ich — cogito ergo credo. Von Metaphysik und Glaubenswissen als Fundament und Gunst von Naturwissenschaft und westlicher Gesellschaft. Mit einem Vorwort von Joachim Kardinal Meisner“, Deutsch/Englisch: „I think, therefore I believe — Cogito ergo credo. Metaphysics and Religious Knowledge as a Fundament for and Beneficial Force within Natural Science and Western Society. An Essay. Translated by Lucinda Bowles“). Frankfurt a.M., München, London, New York 2008, Volltext hier, rezensiert von Prof. Dr. Kurt Hübner unter dem Titel „Neuland in der Wissenschaftstheorie“, hier (25.09.2011).

„Vom Elektron zur Heiligen Dreifaltigkeit Gottes. Die Einheitlichkeit der einursächlichen dualen Welt in der Drei-Säulen-Analogie von Axiom und Dogma und die Katholizität des Wissbaren.“ In der Festschrift: Das Geheimnis der Wirklichkeit. Kurt Hübner zum 90. Geburtstag. Hrsg. v. Volker Kapp und Werner Theobald. Freiburg i.B., München 2011.410-431. Volltext demnächst hier.

„Vom Antlitz in der Welt. Gedanken zur Identität im 21. Jahrhundert“. Frankfurt a.M., München, London, New York 2005, im Volltext hier (Englisch: „The Countenance in the World. Thoughts on Identity in the twenty-first Century“, Volltext hier), Kommentare von deutschen, britischen und amerikanischen Meinungsbildnern dazu hier.

Zur Geschichte der Koordination von Wissen und Glauben

„Amalie Fürstin von Gallitzin, Bedeutung und Wirkung, Anmerkungen zum 200. Todestag, Mit einem Beitrag über Frans Hemsterhuis und die Fürstin von Marcel F. Fresco und mit einer literarischen Miniatur von Demetrius Augustin Prinz von Gallitzin, gezeichnet von Ilse Pohl“. Frankfurt a.M., München, London, New York 2006, rezensiert von Prof. Dr. Kurt Hübner unter dem Titel „Neuland in der Wissenschaftstheorie", hier (25.09.2011), engl. Ausgabe in Vorbereitung.

Zur Bedeutung des Antlitzes als Ausdruck von Geistkörperlichkeit und der Koordination von Wissen und Glauben

„Vom Sichtbaren zur Wirklichkeit. Das wahre Antlitz Johann Sebastian Bachs. Essay“. Frankfurt a.M., München, London, New York 2009, www.amazon.de, amerikanische Ausgabe: „The true Countenance of Johann Sebastian Bach. From the Visible to the Actual. Essay. Translated into English by Lucinda Bowles“. Morrisville (U.S.A.) 2009.

„Schönheit aus Wahrheit. Vom Wunder des Antlitzes im Bildnis am Beispiel von Portraitphotographien des 19. und 20. Jahrhunderts.“ Über Wolf Graf von Baudissin, Julius Bittner, Johannes Brahms, Dale Carnegie, Vivien Chartres, Arthur Conan Doyle, Theodor Leschetizky, Franz Liszt, Karl May, Erna Mendelssohn, Ignacy Jan Paderewski, Louis Persinger, Upton Sinclair, Mark Twain, Walt Whitman. Frankfurt a.M., München, London, New York 2010, rezensiert von Professor Dr. Volker Kapp unter dem Titel „Das menschliche Antlitz als Spiegel schöpferischer Größe“, hier, engl. Ausgabe in Vorbereitung.